Ausbildung zum Verfahrensbeistand gemäß FamFG

Anerkannte Weiterbildung des Berufsverbandes der Verfahrensbeistände, Ergänzungspfleger und Berufsvormünder für Kinder und Jugendliche e.V. (BVEB)

Für Fachanwälte für Familienrecht ist die Anerkennung gemäß §15 FAO möglich.

Was macht ein Verfahrensbeistand?

Wenn Stefan A. vom Familiengericht als Verfahrensbeistand bestellt wird, geht es oft um strittige Umgangs- oder Sorgerechtsfragen. Damit bei einem Rechtsstreit zwischen den Eltern die Interessen des betroffenen Kindes nicht aus dem Blick geraten, wird von Rechts wegen ein Verfahrensbeistand eingesetzt. Dieser vertritt die kindlichen Belange vor Gericht. Stefan A. ist es besonders wichtig, das Kind in seiner gewohnten Umgebung kennen zu lernen und zu erfahren, welche Lösung es sich selbst wünscht. Zum Gespräch nimmt Herr A. dann auch schon mal Playmobilfiguren oder ein Spielzeugauto mit. Außerdem spricht er immer mit beiden Elternteilen und bringt ihnen die Perspektive ihres Kindes nahe. Im besten Fall kann er so als Verfahrensbeistand an einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts mitwirken.

Verfahrensbeistand
Ausbildung Verfahrensbeistand ©Foto:fotolia.com/alexsokolov

Wer kann als Verfahrensbeistand arbeiten und wie erfolgt die Vergütung?

Die Bestellung zum Verfahrensbeistand erfolgt über das Familiengericht. Die berufsmäßige Tätigkeit wird über Fallpauschalen vergütet. Das Gericht erwartet eine juristische, psychologische oder (sozial-) pädagogische Grundausbildung sowie eine spezifische Zusatzqualifizierung. Die Zugangsvoraussetzungen für unsere Ausbildung orientieren sich daran.

Was zeichnet unsere Weiterbildung zum Verfahrensbeistand aus?

Unsere interdisziplinär ausgerichtete Weiterbildung zum Verfahrensbeistand ist als eine von wenigen in Deutschland anerkannt durch den BVEB e.V. Diese Anerkennung wird aufgrund der Ausbildungsinhalte und –dauer von immer mehr Familiengerichten nachgefragt und sichert gleichzeitig die Qualität der Arbeit des Verfahrensbeistands.

Im Mittelpunkt unserer Weiterbildung stehen:

  • juristische Grundlagen,
  • entwicklungspsychologische Grundlagen,
  • sozialpädagogisches Wissen sowie
  • die Vermittlung von Methodenkompetenz.

Unsere Referenten kommen aus der familiengerichtlichen Praxis und sind u.a. als Richter, Verfahrensbeistand, Sachverständiger oder Psychologe tätig. Sie haben viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Familien.

Unser Anspruch ist es, Verfahrensbeistände auszubilden, die das Kind und seine Interessen in den Mittelpunkt stellen und die sicher agieren können durch Rollenklarheit, Methodenkompetenz und ein professionelles Selbstverständnis.

Zugangsvoraussetzungen

  • Hochschulabschluss im juristischen, pädagogischen oder psychosozialen Bereich + Berufserfahrung oder
  • Berufsabschluss im juristischen, pädagogischen oder psychosozialen Bereich + einschlägige Berufserfahrung von mind. 3 Jahren.
  • Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses nicht älter als zwei Monate vor Ausbildungsbeginn.

Zielgruppe (m/w)

Mitarbeiter von Beratungsstellen und Jugendämtern, Sozialarbeiter, Rechtsanwälte, Vormünder, Familienmediatoren, Psychologen, Rechtliche Betreuer

Umfang und Lerninhalte

Unsere Ausbildung findet berufsbegleitend statt und ist modular aufgebaut. Die vermittelten Kenntnisse werden anhand praktischer Übungen und Rollenspiele vertieft. Die Gesamtausbildung umfasst 332 Stunden, wovon 168 Stunden als Präsenzveranstaltung vor Ort absolviert werden.

Module

  • Das familiengerichtliche Verfahren - Rechtsgrundlagen & professionelle Angebote gem. FamFG
  • Der Anwalt des Kindes - Arbeit des Verfahrensbeistands nach §§158 und 167 FamFG
  • Die Kunst des Fragens - Elterngespräche und Vorbereitung einer einvernehmlichen Regelung
  • Kindschaftsrecht, Umgangsrecht / Sorgerecht, Kinder- und Jugendhilfe
  • Kinder in Krisen verstehen - Grundlagen der Entwicklungspsychologie
  • Elternkonflikte bei Trennung /Scheidung – Kinder unterstützen und beteiligen
  • Arbeitspraxis des Verfahrensbeistands – Methodeneinübung
  • Betreuungsmodelle für Kinder nach Trennung und Scheidung
  • Prüfungskolloquium

Leistungsnachweise und Abschlussprüfung

  • Anwesenheit von mindestens 90% der Ausbildungsstunden
  • Fallbearbeitung
  • Intervisionsnachweis
  • schriftliche Projektstudienarbeit, Umfang: 20 Seiten
  • Abschlusskolloquium zur Projektstudienarbeit (20 min Referat zzgl. Diskussion)

Abschluss

Im Erfolgsfall schließt die Ausbildung mit der Erteilung eines Zertifikats der Steinbeis + Akademie an der Steinbeis-Hochschule „Verfahrensbeistand gemäß FamFG (Steinbeis)“, sowie Trägerzertifikat mit BVEB-Anerkennung ab.

 

Alle Veranstaltungen Verfahrensbeistand

Januar 2019
Anmeldung
09.01.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Anmeldung
25.01.2019 bis 26.01.2019
Arbeitspraxis des Verfahrensbeistands - Methodeneinübung
mit Verfahrensbeistand Simone Feitsch
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Februar 2019
Anmeldung
08.02.2019 bis 09.02.2019
Betreuungsmodelle für Kinder nach Trennung und Scheidung
mit Dr. Ina Knoblauch
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Anmeldung
13.02.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Anmeldung
21.02.2019 bis 30.11.2019
Ausbildung zum Verfahrensbeistand (m/w) gemäß FamFG
Anerkannte Weiterbildung des Berufsverbandes der Verfahrensbeistände, Ergänzungspfleger und Berufsvormünder für Kinder und Jugendliche e. V. (BVEB)
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
März 2019
Anmeldung
13.03.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
April 2019
Anmeldung
10.04.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Mai 2019
Anmeldung
08.05.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Juni 2019
Anmeldung
05.06.2019
Informationsveranstaltung IKOME Weiterbildungen
19:00 - 20:00 Uhr
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)