Ausbildung Supervisor - erweiterte mediationsanaloge Supervision

  • berufsbegleitend
  • 9 Monate
  • Zertifikat der Steinbeis + Akademie an der Steinbeis-Hochschule
  • 4.450,00 €
  • Kompakte Ausbildung an insgesamt 18 Präsenztagen
  • 24 Stunden Intervision / Peer-Supervision
  • Anwendungsorientiertes Lernen durch Praxisfälle und Übungen
  • Erfahrene Supervisoren als Trainer

Mit dieser berufsbegleitenden Weiterbildung zum Supervisor (m/w) erwerben Sie die Qualifikation Supervisionen durchzuführen, um Fallgeber bei beruflichen Herausforderungen oder schwierigen/konfliktbelasteten Fällen zu unterstützen.

Immer häufiger wird das Format der Supervision genutzt um Menschen in die Lage zu versetzen das eigene berufliche Handeln zu hinterfragen und zu optimieren. Die Grundhaltung dabei ist, dass keine Bewertung stattfindet, sondern neue Lösungsmöglichkeiten für schwierige Situationen mit Unterstützung des Supervisors erarbeitet werden.

Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend und kompakt an sechs Modulterminen von jeweils 3 Tagen. Dabei steht vor allem die Praxis im Vordergrund: von Beginn an werden unter Anleitung der Trainer Supervisionen in der Ausbildungsgruppe an realen Fällen durchgeführt. Ergänzt wird die Ausbildung durch 24 Stunden Peer-Intervision.

Was ist mediationsanaloge Supervision?

Mediationsanaloge Supervision folgt einer klaren Struktur und ist dem Ablauf einer Mediation angelehnt. Der Fallgeber erläutert einen schwierigen Fall aus seiner beruflichen Praxis und die Supervisionsgruppe bzw. der Supervisor steuert anschließend Hypothesen und Lösungsansätze bei. Dabei ist entscheidend, dass der Fallgeber/Supervisand immer selbstbestimmt bleibt. Kein Bewerten, sondern ein Öffnen des Blickfeldes ist das Ziel. Der Supervisor ist dabei für die Verfahrensleitung zuständig. Er gibt die Strukturen vor und schafft Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die Teilnehmer der Supervision frei und unter gegenseitiger Wertschätzung äußern können.

Mediationsanaloge Supervision ist gekennzeichnet durch:

  • ein strukturiertes Verfahren,
  • Ressourcen- und Zukunftsorientierung,
  • Ergebnisoffenheit, Optionalität, Neutralität,
  • konkrete umsetzbare Ergebnisse für den Supervisanden,
  • Nutzung der Ressourcen der Gruppe und der Verschiedenheit der Teilnehmer,
  • Entlastung bei komplexen Fällen.
Zielgruppe (m/w)

Unsere Supervisionsausbildung richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Ärzte, Lehrer, Mediatoren, Pädagogen, Pfarrer, Pflegepersonal, Psychotherapeuten, Psychologen, Rechtsanwälte, Richter, Sozialpädagogen sowie Führungskräfte und Mitarbeiter aus Unternehmen und der öffentlichen Verwaltungen.

Zugangsvoraussetzungen
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium oder Berufsausbildung.
  • Einschlägige Berufserfahrung durch Abschluss einer psychosozialen Fortbildung (z.B. Mediation, Coaching, Beratung etc.)

Bei Abweichung ist eine Einzelfallprüfung notwendig.

Umfang und Lerninhalte
  • theoretische Inputs werden mit Fällen aus der Praxis anschaulich vermittelt, bereits Erlerntes wiederholt und sinnvoll mit den neuen Aspekten verknüpft
  • Supervision anhand von Fällen der Teilnehmenden in jedem Modul
  • Rollenspiele, die sowohl von den Seminarleitern als auch den Teilnehmern durchgeführt werden, indem die Rolle des Supervisors und des Supervisanden eingenommen wird
  • ein Reader stellt relevante Lektüre zum Selbststudium bereit, wobei die Teilnehmer als Vorbereitung auf ein Modul jeweils zwei Artikel lesen (Selbstlernstunden)
  • die Intervision findet in Eigenregie der Teilnehmer statt, wobei sie sich gegenseitig supervidieren
  • die empfohlenen Praxistransferstunden dienen der Übertragung des Erlernten in den eigenen beruflichen Alltag, die Teilnehmer können ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden und professionell integrieren
Modulinhalte
Modul 1: Grundlagen der mediationsanalogen Supervision
  • Überblick über das Verfahren der Supervision
  • Grundlegende Methoden und Techniken
  • Supervision von Inhalten
  • Settings in Supervisionsprozessen
  • Auftragsklärung: Prinzipien, Freiwilligkeit/ Zwang, Verschwiegenheitspflicht
  • Hypothesen-Arbeit
  • Demonstration und Anwendung des Erlernten
Modul 2: Vertiefung von Methoden und Techniken
  • Einsatz von Blitzlicht-Supervision
  • Assoziationstechniken
  • Einsatz von Rollenspielen in der Supervision
  • Co-Supervision
  • Supervision-Hypothesen
  • Demonstration und Anwendung des Erlernten
Modul 3: Schwierige Parteien und eigener Anteil in der Supervision
  • Arbeit mit biographischen und beruflichen „Fallen“
  • Störungen in der Supervision
  • Umgang mit schwierigen Supervisionsgruppen und Teilnehmern (z.B. Ausstiegswünsche)
  • Kommunikation in der Supervision
  • Demonstration und Anwendung des Erlernten
Modul 4: Transaktionsanalytisch orientierte Supervision
  • Transaktionsanalyse in Organisation und Beratung
  • Einzelsupervision
  • O.K. Haltungen („Ich bin O.K.“, „Du bist O.K.“)
  • Das Modell der Ich-Zustände (Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich)
  • Das Spiele Konzept (Drama-Dreieck / Gewinner-Dreieck)
  • Skript-Theorie (unbewusst realisiertes Lebenskonzept)
  • Stroke-Konzept („Zuwendungen“, bedingte & bedingungslose sowie positive & negative Strokes)
  • Integration ins erweitere mediationsanaloge Supervisionsmodell
  • Demonstration und Anwendung des Erlernten
Modul 5: Systemisch orientierte Supervision
  • Grundlagen systemischen Denkens und Handelns
  • Einführung Systemtheorie
  • Techniken systemischen Arbeitens (Hypothesenbildung, Skulpturarbeit, Aufstellungsarbeit)
  • Systemische Supervision
  • Einzelsupervision aus Sicht der systemischen Supervision
  • Integration ins erweiterte mediationsanaloge Supervisionsmodell
  • Demonstration und Anwendung des Erlernten
Modul 6: Einführung in die Teamsupervision & Kolloquium
  • Einführung in die Teamsupervision
  • Systematisierung
  • Kolloquium

Alle Veranstaltungen Supervision - Erweiterte mediationsanaloge Supervision

Oktober 2019
Anmeldung
24.10.2019
Informationsveranstaltung Ausbildung Supervisor (m/w)
kostenfrei
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
November 2019
Anmeldung
14.11.2019
Informationsveranstaltung Supervision
19.00 - 19.30 Uhr, kostenfrei
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Januar 2020
Anmeldung
27.01.2020 bis 14.10.2020
Ausbildung Supervisor - Erweiterte mediationsanaloge Supervision
mit Dr. Gernot Barth und Dipl.-Soz.päd. Sosan Azad
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)
Februar 2020
Anmeldung
28.02.2020 bis 29.02.2020
Einsatz verschiedener Methoden in Supervision und Coaching
IKOME®-Vertiefungsseminar
Weitere Informationen zur Veranstaltung (PDF)