Systemische Aufstellungsarbeit
- berufsbegeleitend
- 7 Module
- Zertifikat der Steinbeis+Akademie an der Steinbeis-Hochschule
- 2.700,00 €
Unsere Ausbildung "Systemische Aufstellungsarbeit" im Überblick
Die systemische Aufstellungsarbeit macht verborgene Dynamiken in Familien, Beziehungen und Organisationen sichtbar und eröffnet neue Lösungswege. Durch das Aufstellen von Stellvertreter:innen im Raum werden Spannungen, Ressourcen und Zusammenhänge unmittelbar erfahrbar – sei es in einer Familienkonstellation oder in einem Projektteam. So entstehen überraschende Perspektiven, mehr Klarheit und nachhaltige Veränderungsimpulse.
Unsere Ausbildung richtet sich an Fachkräfte, die Menschen in Entwicklungsprozessen begleiten – etwa Mediator:innen, Coaches, Psycholog:innen, Pädagog:innen, Ärzt:innen oder Führungskräfte. Sie erweitert das Methodenrepertoire und bietet konkreten Nutzen in Beratung, Coaching, Personalentwicklung und Organisationsgestaltung.
Vermittelt werden die Grundlagen und Vorgehensweisen des systemisch-phänomenologischen Ansatzes, ergänzt durch praktische Übungen und Selbsterfahrung. Die Teilnehmenden erwerben die Kompetenz, eigenständig Aufstellungen im Einzel- und Gruppensetting anzuleiten – und damit ihre berufliche Qualifikation entscheidend zu erweitern.
Video: Was sind Aufstellungen bzw. Familienaufstellungen? mit Katrin Behrend
Ein zentrales Element ist die praktische Durchführung: Dabei werden Stellvertreter:innen – meist andere Teilnehmer:innen der Ausbildungsgruppe – im Raum so positioniert, wie es der oder die Klient:in empfindet. Sie repräsentieren Familienmitglieder, Teamkollegen oder Elemente eines Problems. Durch ihre Aufstellung im Raum und die entstehenden Interaktionen werden Beziehungen, Spannungen und Ressourcen sichtbar, die zuvor verborgen waren. Ein Beispiel aus der Familienaufstellung: Eine Klientin stellt ihre Herkunftsfamilie auf, und plötzlich wird durch die räumliche Konstellation deutlich, welche Nähe und Distanz zwischen einzelnen Mitgliedern bestehen. Diese Erkenntnisse führen nicht selten zu überraschenden Perspektivwechseln, tieferem Verständnis und zu neuen Handlungsmöglichkeiten.
Auch im beruflichen Kontext lassen sich Aufstellungen wirkungsvoll einsetzen. So kann beispielsweise ein Unternehmen eine Teamaufstellung durchführen, bei der die Mitglieder eines Projektteams im Raum positioniert werden. Dabei werden unbewusste Strukturen sichtbar: Wer steht „außen vor“, wo liegen verdeckte Spannungen, und welche Ressourcen sind ungenutzt? Eine solche Organisationsaufstellung ermöglicht es Führungskräften und Teams, Kommunikationsmuster besser zu verstehen, Konflikte zu lösen und die Zusammenarbeit konstruktiv zu gestalten.
Besonderen beruflichen Nutzen bietet die Ausbildung in Bereichen wie Familien- und Paarberatung, Personalentwicklung, Führung, Coaching und Organisationsberatung. Die Fähigkeit, Aufstellungen professionell anzuleiten, erweitert nicht nur das Methodenrepertoire, sondern schafft einen deutlichen Mehrwert in der Arbeit mit Einzelnen, Gruppen und Organisationen.
Unsere Ausbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die mit Menschen in verschiedenen Bereichen unterstützend und begleitend arbeiten. Dazu zählen u.a. Mediatoren, Supervisoren, Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Coaches, Ärzte, Heilpraktiker sowie Manager und Trainer. Wer in seiner beruflichen Praxis Menschen in Entwicklungsprozessen unterstützt, findet in der systemischen Aufstellungsarbeit ein kraftvolles Instrumentarium, um Klienten, Kunden oder Mitarbeitende in schwierigen Lebens- und Arbeitssituationen zu stärken.
Gesamtumfang: 308 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten, davon: 140 Unterrichtseinheiten Präsenz.
Jedes Präsenzmodul ist einem speziellen inhaltlichen Schwerpunkt gewidmet.
Die Intervision findet in Eigenregie der Teilnehmer statt.
Jeder Teilnehmer ist überdies angehalten, eine schriftliche Falldokumentation einzureichen.
- abgeschlossenes Hochschulstudium oder
- abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung
- systemische Grundkenntnisse
- Systemische Grundbegriffe in der Aufstellungsarbeit
- Grundlegende Werkzeuge für die systemische Aufstellungsarbeit
- Systemisches Verständnis von Achtsamkeit
- Beraterisch-therapeutiche Grundhaltung und Rolle
- Rechtsgrundlage zur Aufstellungsarbeit
- Klientenstatus
- Die Beziehung Aufsteller - Klient
- Vorgehen im Aufstellungsprozess
- Überblick über verschiedene Aufstellungsarten
- Einsatzmöglichkeiten der systemischen Aufstellungsarbeit
- Phänomenologischer Ansatz
- Der Begriff vom wissenden Feld
- Die phänomenologische Haltung des Aufstellers
- Die Mehrgenerationenperspektive
- Grundordnungen der Seele und ihre Ergänzung
- Umgang mit Lösungsbildern
- Anwendung der Aufstellungsarbeit im Einzelsetting
- Wahrnehmungsschulung im Hinblick auf systemische Grundordnungen
- Konzept der Strukturaufstellungen
- Grundsätze, Besonderheiten und Unterschiede von Struktursaufstellung und von Familienaufstellungen
- Unterschiedliche Aufstellungsarten für unterschiedliche Kontexte
- Aufstellungen im beruflichen Kontext
- Organisationsstrukturaufstellung nach Sparrer und von Kibéd in der Praxis:
- Darstellung der Beziehungsstruktur in einer Organisation
- Veranschaulichung von Transparenz über implizite Grundüberzeugungen der Mitarbeitenden und die Funktionsweise der Organisation
- Anwendungsbereiche und Methoden für unterschiedliche Fragestellungen
- Eltern-Kind-Beziehung (u.a. Bindung und Achtung, Ordnungen der Liebe, Ausgleich und Beziehungen auf Augenhöhe sowie Umgang mit Adoption, Pflegefamilien und Patchworkfamilien)
- Paarbeziehungen / Paaraufstellungen (u.a. das Männliche und das Weibliche, der Ausgleich und gelingende Liebe, das Dritte und die gute Trennung)
- Abschied, Tod, Trauer (u.a. Zugehörigkeit und Herkunftsfamilie, die Familienseele, Umgang mit Tod, Krieg, Gewalt, Suizid, Missbrauch, Verlust)
- Täter-Opfer-Dynamiken
- Jeweilige Voraussetzungen, Chancen und Grenzen
- Lösen von Blockaden in Supervision und Konfliktbearbeitung mittels Aufstellungsarbeit
- Ermöglichung von Perspektivwechsel
- Handlungsoptionen generieren
- Offene und verdeckte Aufstellung
- Problem- und Lösungsaufstellung
- Organisations-, Struktur-, Ziel-, Tetralemma-Aufstellungen zur Entscheidungsfindung
- Aufstellungsarbeit in Team- und Gruppenkonflikten
- Körpersprache, Körperscanning und Achtsamkeit
- Haltungen
- Bewegungen und Bewegungsimpulse
- Achtung und Sicherheit
- Slow-Motion und Skulpturtraining
- Aufstellungsarbeit im Umgang mit körperlicher und seelischer Gesundheit
- Trauma und Traumaarbeit mit Systemaufstellungen
- Präsentation der Falldokumentation und Kolloquium