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Erfolgreicher Auftakt: Deutsch-polnischer Bürgerdialog
Bürgerbeteiligung in der deutsch-polnischen Grenzregion geht in die zweite Runde
Am 19. Mai 2026 fand in der Alten Färberei in Guben der erste Bürgerdialog des Folgeprojekts „Gemeinsam stärker 2.0“ statt. Ziel des Projekts ist es, die grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung in der deutsch-polnischen Grenzregion weiter auszubauen und den gemeinsamen Dialog zu stärken.
Das Vorhaben wird gemeinschaftlich von der Euroregion Spree-Neiße-Bober / Sprewa-Nysa-Bóbr, dem Landkreis Spree-Neiße sowie dem Landkreis Krośnieński umgesetzt. Neu dabei ist die Universität Zielona Góra, die den gesamten Beteiligungsprozess wissenschaftlich begleitet.
Auch wir von IKOME | Steinbeis Mediation waren vor Ort vertreten: Unsere Kolleginnen, Moderatorin und Mediatorin Verena Reinecke sowie Mediatorin Mariola Birkner, moderierten den ersten deutsch-polnischen Bürgerdialog. Als Prozessbegleiter unterstützen wir den gesamten Beteiligungsprozess beratend und übernehmen sowohl die Moderation der Bürgerdialoge als auch der Sitzungen des deutsch-polnischen Bürgerbeirats.

Bildquelle: Frank Hammerschmidt
Rund 80 Teilnehmende diskutieren über die Zukunft der Grenzregion
Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland und Polen nutzten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Bildung, Daseinsvorsorge sowie erstmals auch Sicherheit als eigenständiges Kernthema.
Mit großem Engagement diskutierten die Teilnehmenden über Chancen und Herausforderungen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in der Grenzregion und brachten vielfältige Perspektiven in die Gespräche ein.
„Was diese Veranstaltungen für mich besonders macht: echte Begegnung auf Augenhöhe – auch in großen Gruppen. Dazu gehören eine konsequent zweisprachige Moderation mit Dolmetschern und visueller Begleitung ebenso wie kreative Formate, die Austausch und Beteiligung fördern“, beschreibt unsere Moderatorin Verena Reinecke ihre Eindrücke vom Bürgerdialog.

Bildquelle: Frank Hammerschmidt
Junge Stimmen setzen wichtige Impulse
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Beteiligung junger Menschen. Schülerinnen und Schüler aus den Gymnasien Guben, Gubin, Krosno Odrzańskie und Neuzelle nahmen aktiv an den Diskussionen teil und bereicherten den Austausch mit ihren Perspektiven auf die Zukunft der Grenzregion.
Die Beiträge der Jugendlichen machten deutlich, wie wichtig die Stimmen junger Menschen für die Entwicklung gemeinsamer Lösungen sind. Ihr großes Interesse an der Beteiligung führte bereits zu einer konkreten Planung. Für das Frühjahr 2027 ist erstmals ein eigener deutsch-polnischer Jugenddialog vorgesehen.
Ergebnisse fließen in weitere Dialoge ein
Die Ergebnisse des ersten Bürgerdialogs werden nun im deutsch-polnischen Bürgerbeirat ausgewertet und weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage sollen konkrete Handlungsschwerpunkte für den zweiten Deutsch-Polnischen Bürgerdialog entstehen, der am 26. November 2026 in Dychów stattfindet.
Bis zum Sommer 2027 sind insgesamt vier Bürgerdialoge sowie vier Sitzungen des Bürgerbeirates geplant. Der Beteiligungsprozess richtet sich bewusst an Menschen aller Generationen und soll einen lebendigen, grenzüberschreitenden Austausch über die Zukunft der gemeinsamen Region ermöglichen.
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