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Deutsch-polnischer Bürgerbeirat trat 2026 erstmals zusammen
Am Dienstag, den 27. Januar 2026, waren wir von IKOME | Steinbeis Mediation bei der ersten Sitzung des deutsch-polnischen Bürgerbeirat dabei – und konnten miterleben, wie das grenzübergreifende Beteiligungsformat in eine neue Runde startet: „Gemeinsam stärker 2.0“.
In der ersten Sitzung des Folgeprojekts kamen die bisherigen Vertreterinnen und Vertreter des Beirats zusammen – ergänzt durch zwei neue Mitglieder sowie die Projektpartner. Moderiert wurde die erste Sitzung von unserer langerfahrenen Kollegin Verena Reinecke. Gemeinsam wurde zurückgeblickt sowie nach vorn geschaut: Was wurde bereits erreicht? Und welche Themen sollen künftig im Mittelpunkt stehen?
Rückblick: Was „Gemeinsam stärker“ bereits bewegt hat
Ein besonderer Fokus lag zunächst auf dem erfolgreichen Vorgängerprojekt „Gemeinsam stärker“ (2023–2025). In insgesamt fünf deutsch-polnischen Bürgerdialogen wurden über 400 Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden – ein starkes Zeichen dafür, wie groß das Interesse an echter Mitgestaltung in der Grenzregion ist.
Die Ergebnisse dieser Dialoge wurden nicht nur gesammelt, sondern strukturiert aufbereitet: 2025 entstand daraus ein Beteiligungsbericht, der an politische Entscheidungsträger sowie zuständige Fachstellen im Land Brandenburg und in der Wojewodschaft Lubuskie übergeben wurde.
Der Bericht ist online abrufbar und dokumentiert eindrucksvoll, wie aus Gesprächen konkrete Handlungsempfehlungen entstehen können.
„Gemeinsam stärker 2.0“: Beteiligung weiterdenken und vertiefen
Mit dem neuen Projekt „Gemeinsam stärker 2.0“ (2026–2027) wird dieser Weg konsequent weitergeführt. Geplant sind: vier weitere Bürgerdialoge und vier Sitzungen des Bürgerbeirats.
Dabei wird das Format nicht nur fortgesetzt, sondern auch gezielt weiterentwickelt: Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Einbindung junger Menschen sowie von Personen mit Migrationsgeschichte. Gerade diese Perspektiven sind entscheidend, wenn demokratische Beteiligung langfristig lebendig und vielfältig bleiben soll. Zusätzlich wird das Themenspektrum erweitert: Neben bekannten Anliegen wird künftig auch der Bereich „Sicherheit an der Grenze“ aufgenommen – ein Thema, das viele Menschen bewegt und Raum für Austausch braucht.
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die Universität Zielona Góra, wodurch Erfahrungen und Ergebnisse auch fundiert ausgewertet und weitergedacht werden können.
Sichtbarkeit, Wirkung, Zukunft: Der Bürgerbeirat als Impulsgeber
In der Sitzung wurde außerdem intensiv darüber diskutiert, welche Rolle der Bürgerbeirat künftig einnehmen kann – und wie seine Wirkung noch stärker spürbar wird. Fragen wie diese standen im Raum:
- Welche Impulse kann das Gremium setzen?
- Wie kann grenzübergreifende Bürgerbeteiligung langfristig etabliert werden?
- Was braucht es, damit Beteiligung nicht punktuell bleibt, sondern verstetigt wird?
Als zentraler Faktor wurde dabei die Sichtbarkeit des Bürgerbeirats hervorgehoben. Geplant sind dafür unter anderem die Vorstellung des Beirats in deutsch-polnischen Gremien, Informationsveranstaltungen an Gymnasien und Oberschulen sowie eine Einbindung in die gemeinsame Ratssitzung der Partnerlandkreise Spree-Neiße und Krośnieński im Herbst 2026.
Einladung zum Mitmachen: Bürgerdialog am 19. Mai 2026 in Guben
Schon jetzt steht der nächste wichtige Termin fest: Die nächste Sitzung des Bürgerbeirats findet am 29. April 2026 statt. Dort wird der 1. Deutsch-polnische Bürgerdialog vorbereitet, der am 19. Mai 2026 in Guben stattfinden wird.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und eigene Perspektiven einzubringen. Denn genau davon lebt dieses Projekt: von Menschen, die sich einbringen, zuhören, diskutieren – und gemeinsam Ideen für eine starke Grenzregion entwickeln.
Projektträger und weitere Informationen
Träger des Projekts ist die Euroregion Spree-Neiße-Bober. Unterstützt wird die Umsetzung von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Förderprogramms Common Ground. Ziel ist es, grenzübergreifende Bürgerbeteiligung dauerhaft zu verankern und so einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Prozesse in der deutsch-polnischen Grenzregion zu leisten.
Weitere Informationen finden Sie online oder direkt bei den Projektverantwortlichen Kathleen Markus (markus@euroregion-snb.de) und Piotr Firfas (europedirect@euroregion-snb.de)
Wir von IKOME | Steinbeis Mediation freuen uns sehr, dass dieser wichtige Beteiligungsprozess weitergeführt wird – und dass Dialog, Austausch und gemeinsame Gestaltung weiterhin im Mittelpunkt stehen. Gerade in grenzübergreifenden Regionen zeigt sich, wie wertvoll Begegnung ist: Wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, entstehen nicht nur Ideen, sondern echte Verbindungen.
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